Union Mischfutter

Wissenswertes
Vom Rohstoff zum Premiumfutter
Um eine ausgewogene Tiernahrung anbieten zu können, müssen die Rohwaren verschiedene Arbeits- und Produktionsprozesse durchlaufen. Eine gute Reinigung ist die Grundvoraussetzung für eine gleichbleibend hohe Qualität des Endproduktes. Bereits bei der Anlieferung der Rohwaren wird eine umfangreiche Reinigung betrieben. Die Rohstoffe werden über Trommelsiebe geführt und per Unterdruck-Luftstrom von unerwünschten Nebenprodukten wie Schalen und Spelzen gesäubert. Magnete verhindern den Eintrag von Metallteilen.

Das Zusammenführen und Mischen der verschiedenen Rohwaren erfolgt computergestützt über moderne Dosier- und Mischanlagen anhand von definierten firmeninternen Rezepturen.

Die Vermahlung der Rohwaren erfolgt mithilfe von Hammermühlen, welche rohstoffschonend und schnell arbeiten. Über moderne Verfahrenstechnik sind Prozessgrößen wie z.B. Mahlgrad und Temperatur im Verarbeitungsschritt je nach Rezepturvorgabe individuell steuerbar. Nach der Vermahlung wird das Stoffgemisch mit Wärme und Dampf vorbehandelt (Konditionierung) und dann mit großem Druck durch eine Ringmatrize gepresst. Durch die Wahl der Matrize wird der Durchmesser der Pellets vorgegeben. Beim Austritt aus der Matrize werden die Stränge durch ein Abstreifmesser auf die gewünschte Länge abgeschnitten. Durch den Pressvorgang wird das Material gleichmäßig und stark verdichtet. Pellets werden immer trocken hergestellt und eine konstante Luftkühlung nach dem Pelletierungprozesses schont die Beschaffenheit der natürlichen Inhaltsstoffe.

Die Pelletierung bietet verschiedene Vorteile. Durch das Pressen der Pellets kann die Schüttdichte gegenüber dem Ausgangsmaterial deutlich erhöht werden. Durch diese Erhöhung der Schüttdichte reduzieren sich Lager- und Transportaufwand deutlich und die Transportwürdigkeit wird erhöht. Ebenso bietet der Einsatz von Pellets den Vorteil der besseren Dosierbarkeit, der Vermeidung von Entmischungen und der besseren Haltbarkeit und Bekömmlichkeit der Futterrohkomponenten. Auch das wählerische Aussortieren von bevorzugt gefressenen Komponenten im Futternapf wird vermieden. Hierdurch werden eine einseitige Futterwahl und damit verbundene Mangelzustände in der Ernährung unserer Tiere verhindert.

Deklaration von Futtermitteln nach der Weender Futtermittelanalyse
Grundlage für die auf den Futtermitteln deklarierten Angaben ist die Ermittlung der Inhaltsstoffe anhand der „Weender Futtermittelanalyse“ zur Bestimmung der Rohnährstoff-Fraktionen.

Es wird nach Rohasche, Rohfaser , Rohprotein, Rohfett  und stickstofffreien Extraktstoffen (z.B. Zucker, Stärke, Pektine und Lignin) unterschieden. Auf der Deklaration sind neben der Zusammensetzung und der Angabe der Inhaltsstoffe auch die zugegebenen Mengen an Vitaminen, Mengen und Spurenelemente zu finden. Hierbei sollte der gewissenhafte Züchter sein Augenmerk auch auf die in geringsten Mengen wirkenden Spurenelemente richten. Hierzu gehören Eisen, Kupfer, Jod, Mangan, Molybdän, Selen und Zink. Ein Zinkmangel führt zur Verringerung der Futteraufnahme, schwächt die Immunabwehr und erhöht die Anfälligkeit für Infektionen. Hohe Zinkgaben haben eine bakterizide (bakterientötende) Wirkung und reduzieren so die Keimflora im Darm. Zinkgaben haben hierdurch einen nachweisbaren leistungsfördernden Effekt. Auch sind Fruchtbarkeitsstörungen im Bestand eines der ersten Symptome bei Manganmangel.

Abschließend sind Hersteller, Chargennummer, Haltbarkeit und genaue Futterbezeichnung, Tierart und Verwendungszweck aufgeführt.

Was ist drin? Rohstoffe Futtermittel
Man kann Futtermittel nach ihren vorrangigen Inhaltsstoffen gruppieren.

Stärkereiche Futtermittel sind in erster Linie alle Getreidearten. Diese Futtermittel liefern vor allem Energie aus Polysacchariden (Stärke). Stärke im Futter wird durch das Enzym Amylase zu Glucose abgebaut. Dieses Enzym ist bei Kaninchen-Jungtieren kaum vorhanden. Aus diesem Grund kann eine klassische stärkereiche Fütterung problematisch in der Jungtierphase sein, da unverdaute Stärke als Nährboden von Schadkeimen im Darm dient.

Pflanzliche Öle, wie z.B.  Sonnenblumen- und Sojaöl haben einen sehr hohen Energiegehalt und werden je nach Energiebedarf der zu versorgenden Tierart zu unterschiedlichen Anteilen im Futter verwendet. Hochwertige Leinöle enthalten mehrfach ungesättigte omega-3-Fettsäuren, die sich positiv auf Verdauung und Fellglanz auswirken.

Eiweißreiche Futtermittel wie z.B. Luzerne und Schrote von proteinhaltigen Ölsaaten liefern hochwertige Proteinbausteine. Proteine dienen dem Aufbau von Körpersubstanz, bestimmen die Fleischqualität und sind Basis für die optimale Ausbildung des Immunsystems.

Mineralfuttermittel sind Konzentrate verschiedenster Vitamine und Mineralstoffe.

Daneben gibt es noch eine ganze Reihe anderer Futtermittel, wie z.B. Kleie (aus der Mühle), Schlempe (Alkoholherstellung), Treber (Bierherstellung), Trester (Wein- und Saftherstellung), Melasse, Rübenschnitzel aus der Zuckerindustrie u. a.

Kaninchenfütterung
Kaninchenhaltung - Im Wandel der Zeit
Die Haltung und Fütterung unserer Kaninchen hat sich in den letzten Jahren und Jahrzehnten einem starken Wandel unterzogen. Schon lange nicht mehr halten wir unsere Tiere wie zu Großvaters Zeiten in kleinen selbstgebauten Verschlägen im Garten neben den Kartoffelreihen und füttern sie mit Küchenresten und Gartenabfällen, um unserer Familie ab und an einen Sonntagsbraten gönnen zu können. Die Zeiten der reinen Wirtschaftszucht zur Versorgung der Familien in Mager- und Notzeiten sind durch die Sportzucht abgelöst. Heutige Rassekaninchenzucht ist Freizeitgestaltung mit  hohem Freizeitwert und mit gesellschaftlicher Verantwortung als Ausgleich zum Berufsleben und dient dem Züchter als kleine Oase im stressigen Alltag. Wie auch unsere menschlichen Ansprüche sich durch ein Leben im Wohlstand geändert haben und wir hohen Wert auf Qualität und Abwechslung legen, so zieht sich dieser Anspruch auch in die Versorgung unserer Tiere mit hinein. Unsere Rassekaninchen, zu denen wir auch oft einen persönlichen Bezug haben, möchten wir ebenso hochwertig versorgen. Großzügige und mit viel Leidenschaft erstellte Stallanlagen, intensive Recherchen zur optimalen Haltung und Fütterung sind ebenso Bestandteil unseres Hobbys „Rassekaninchenzucht“ wie auch der Wunsch nach artgerechter gesunder und erfolgversprechenden Fütterungsstrategien.

Moderne Kaninchenfütterung
Kaninchen sind Pflanzenfresser (Herbivore) und werden unter diesen zu den Blattfressern (Folivore) gezählt. Wildkaninchen bevorzugen eine vielfältige Auswahl an proteinreichen Grasspitzen, frischen Pflanzentrieben und Kräutern,  ergänzt durch Knospen, Rinden und Wurzeln.

Moderne Kaninchenfütterung muss artgerecht sein und  sich am Vorbild, dem Wildkaninchen, orientieren. Grundlage ist eine rohfaserreiche Versorgung mit allen lebensnotwendigen Bausteinen, Vitaminen und Spurenelementen. Die ausgewogene Versorgung gerade mit hochkomplexen Aminosäuren ist Voraussetzung für optimale Gesundheit und sichere Aufzucht in der Rassekaninchenzucht. Die Zufuhr der essentiellen (nicht vom Körper selbst herstellbaren) Aminosäuren mit der Nahrung ist unverzichtbar. Viele Getreidesorten weisen einen zu geringen Gehalt an diesen Aminosäuren auf. Durch den Mangel an nur einer Aminosäure (z.B. Methionin und Lysin) sinkt die Verwertbarkeit auch aller anderen aufgenommenen Aminosäuren („limitierende Aminosäure“) und führt somit zu einer Unterversorgung des Tieres. Auch ein Zusammenhang der Proteinqualität in Bezug auf die Verfügbarkeit von Vitaminen ist wissenschaftlich abgesichert. Schlechtes Wachstum, erhöhte Krankheitsanfälligkeit  und allgemeine Konstitutionsschwächen können aus unausgewogenen Eigenmischungen des Kraftfutters resultieren. Industriell hergestellte Futtermittel unterliegen umfangreichen und wissenschaftlich abgesicherten Vorgaben hinsichtlich der Zusammensetzung, Nährstoffwerten und Qualität, woraus sich die beworbenen Leistungszuwächse teilweise erklären lassen.

Die Energiedichte der Futtermittel ist entscheidend für das optimale Wachstum, gerade in den sensiblen Phasen im Leben eines Kaninchens. Erfahrene Züchter wissen, dass Unterversorgungen im Jugendalter zeitlebens kaum mehr auszugleichen sind und sich in der Bewertung gerade hinsichtlich der Körperform und Fellqualität wiederspiegeln können. Gerade die Fütterung der großen Rassen erfordert ein Höchstmaß an Genauigkeit und Fingerspitzengefühl,  da - im Vergleich zum Wildkaninchen - das auf das Körpergewicht bezogene Fassungsvermögen der Verdauungsorgane geringer ist.

UNION setzt auf innovatives Know-How
Unser Innovationswille führte zu einer umfangreichen Produktpalette im Kleintierfutterbereich, die konkurrenzlos ist. Neben einem umfangreichen Pelletfutter-Programm für den Kaninchenzüchter mit insgesamt 15 Sorten, bietet UNION auch Strukturpellets, MiniBrikks, Brikks und Strukturfutter-Produkte an. Strukturpellets sind im Verarbeitungsprozess grob geschrotet und verfügen so im Pellet über eine maximale Zahl natürlicher strukturierter Rohfaserelemente. Dies unterstützt die Kaninchenverdauung, gerade in der sensiblen Jungtierphase optimal und ermöglicht eine sichere Aufzucht. Leinöle und ausgesuchte Proteinquellen stärken das Immunsystem zusätzlich und ermöglichen durch ihre hohe Energiedichte ein optimales Wachstum. Ausgesuchte und hochwertigste Rohstoffe (wie z.B. Äpfel und Möhren) ermöglichen einen reduzierten Stärkegehalt im Futter. Möhren weisen einen hohen, natürlichen β-Karotingehalt auf. ß-Karotin ist die Vorstufe für Vitamin A und unter anderem ein wichtiger Bestandteil für das Immunsystem. Aus der menschlichen Ernährung kennt man die Abhängigkeit der Verfügbarkeit von lipidlöslichen Vitaminen vom Vorhandensein von Fetten (z. B. beim Carotin). Die Zugabe verschiedenster aus der Humanmedizin bewährter Heil- und Wildkräuter, wie z.B.  Ringelblumen, Kamille, Petersilie, Oregano, Sellerie,  Salbei, Thymian, Anis, Fenchel, Süßholzwurzel und wurmtreibende Kräuter, runden unsere Premiumfutter zur artgerechten Gesundnahrung ab.